22. September 2020 | News | Catrin Wilhelm

Einweihung des Karl-Ehmer-Wegs beim EFC Kronberg

Obwohl das Wetter am vergangenen Donnerstag eher zu wünschen übrig ließ, versammelten sich, gut gelaunt und erwartungsvoll, rund 40 von der Stadt geladene Gäste, um an der feierlichen Einweihung des Karl-Ehmer-Wegs teilzunehmen.
Benannt wurde dieser zum Sportgelände des EFC Kronberg führende Weg nach dem 1906 geborenen, sicherlich bekanntesten Fußballspieler der Stadt, der seine Laufbahn beim EFC begann, um dann 1927 zu Eintracht Frankfurt zu wechseln. Die „Erdbeer“, wie er scherzhaft genannt wurde, entwickelte sich hier recht schnell zum gefährlichen Torjäger und erzielte in 222 Pflichtspielen sagenhafte 227 Tore – ein Rekord, der bis heute ungebrochen ist.
Mit der Eintracht spielte Karl Ehmer 1932 sogar um die Deutsche Meisterschaft gegen Bayern München. Entgegen den Erwartungen gelang ihm in dieser Partie, angeschlagen durch zwei gebrochene Rippen, jedoch ausnahmsweise leider kein Treffer, sodass das Spiel am Ende 0:2 verloren ging.
1938 beendete Ehmer seine Karriere, war aber bis zu seinem Tod am 12. November 1978 Ehrenmitglied und Ehrenspielführer von Eintracht Frankfurt.

Nach den einführenden Worten vom Stadtverordnetenvorsteher Andreas Knoche, sprach Catrin Wilhelm, als Vertreterin des EFC über die Entwicklung des Kronberger Fußballvereins.
Anschließend erinnerte Bürgermeister Klaus E.Temmen an die außerordentlichen Leistungen Karl Ehmers zur damaligen Zeit.
Daran schloss sich Thomas Kämpfer, Ortsbeiratsvorsteher der Kronberger Kernstadt, an.  Ihm wurde es schließlich auch zuteil, das Straßenschild unter dem Applaus der Gäste, enthüllen zu dürfen.
Zum Schluss konnten noch Michael Zink, Verwaltungsratsvorsitzender der Eintracht und Matthias Thoma, Leiter des Eintracht Museums im Deutsche Bank Park-Stadion, mit weiteren Einzelheiten zu Ehmers Fußballkarriere beitragen. Damit machten sie gleichzeitig auf den Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten aufmerksam, der dieses Jahr unter dem Motto „Bewegte Zeiten. Sport macht Gesellschaft.“  steht und an welchem die AKS mit einigen Schülern, darunter auch der Urgroßneffe von Karl Ehmer, teilnimmt.
Der Abend, an dem Geschichte so noch einmal lebendig wurde, klang im Anschluss bei einem Glas Sekt beim Vereinsheim des EFC aus, wo die Gäste sich noch längere Zeit angeregt unterhielten.
Mit dem neuen Karl-Ehmer-Weg und dem erneuerten Kunstrasenplatz ist der EFC bereit für das Spiel gegen die Frankfurter Traditionsmannschaft im kommenden Jahr 2021.

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